Wenn Kinder zu früh erwachsen werden müssen
Gabriel will zur Schule gehen. Doch ohne Hilfe muss er arbeiten.
„Wo ist Igor?“, fragt die Besucherin, als sie vor dem einfachen Haus der Familie nur Gabriel sieht – den Jüngsten. Sie bemerkt sofort seinen ernsten Blick, das abwartende Schweigen. Doch als Gabriel die vertraute Sozialarbeiterin von CONCORDIA erkennt, entspannt sich etwas in seinem Gesicht. Dann erzählt er, dass sein Bruder in der Kirche sei – Glockenläuten für die Messe.
Während Igor dort ein paar Münzen verdient, übernimmt Gabriel die Verantwortung zu Hause.
Igor bleibt nur kurz. Der Priester wartet. Dann schwingt er sich wieder auf sein Fahrrad, um Geld für die Familie zu verdienen.
Der Preis der Armut: Kindheit
Ion und Cristina, Gabriels Eltern, sind selbst ohne Familie aufgewachsen. Sie leben von Gelegenheitsarbeiten im Dorf. Mal pflügen sie Felder, mal streichen sie Zäune. 2.000 Lei (rund 100 €) bleiben ihnen im Monat. Sie verzichten auf Fleisch, auf Heizmaterial, manchmal sogar auf Strom, damit ihre Kinder zur Schule gehen können. Doch das Geld reicht nicht und langsam aber sicher wachsen die Schulden.
Die Hauswand ist so brüchig, dass sich tiefe Risse abzeichnen. Wenn es regnet, tropft es durch das löchrige Dach. Reparaturen sind dringend nötig – aber unbezahlbar.
Und so steht die Familie vor einer Entscheidung: Sollen sie ihre Kinder arbeiten schicken, um das Dach renovieren zu können? Oder leben sie weiterhin mit der Angst, dass ihr Haus über ihren Köpfen einbricht? Doch wer arbeiten geht, kann nicht zur Schule. Und wer nicht lernt, bleibt im Elend gefangen.
Ihre Spende macht den Unterschied
Damit Gabriel zur Schule gehen kann und nicht zur Arbeit muss, braucht es Ihre Unterstützung. Bitte helfen Sie!
CONCORDIA gibt Hoffnung
Das mobile Team von CONCORDIA unterstützt Familien wie die von Gabriel und Igor mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und Brennholz – damit das Wenige, das bleibt, in dringend notwendige Reparaturen am Haus fließen kann und die Kinder weiterhin die Schule besuchen können.
Die beiden Brüder besuchen das Tageszentrum von CONCORDIA im Dorf. Dort bekommen sie eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe und Zuwendung. Für die Eltern bedeutet das eine enorme Entlastung.
„Es ist das erste Mal, dass uns jemand hilft“, sagt Vater Ion mit Tränen in den Augen. „CONCORDIA gibt uns Hoffnung.“ Hoffnung, dass die Jungen ihre Kindheit nicht verlieren. Hoffnung, dass sie lernen dürfen, anstatt arbeiten zu müssen.
