17.10.2021: Weltarmutstag: Kinder aus armutsbetroffenen Familien tragen oft schon im Kleinkindalter eine große Last und Probleme mit sich. Ohne zusätzliche Unterstützung ist es für diese Kinder kaum möglich, der Armut zu entkommen.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und ihre Folgen haben dazu geführt, dass jahrzehntelange Fortschritte im Kampf gegen Armut zunichte gemacht wurden. Nach Angaben der Weltbank werden zwischen 88 und 115 Millionen Menschen durch die Krise in die Armut getrieben.

Armut hat unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsformen. Armut bedeutet, nicht ausreichend Nahrung zu haben, keine angemessene Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen zu können, mangelnden Zugang zu Bildung, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu haben, eine prekäre oder keine Arbeit und Unterkunft zu haben, gesellschaftliche Ausgrenzung zu erfahren, Angst vor der Zukunft zu haben und von einem Tag auf den anderen zu leben.

Kinder aus armutsbetroffenen Familien tragen oft schon im Kleinkindalter eine große Last und Probleme mit sich. Ohne zusätzliche Unterstützung ist es für diese Kinder kaum möglich, der Armut zu entkommen.

Armut und Elend vor unseren Haustüren

Es gibt nicht die eine Ursache für Armut. Armut hat viele Gesichter, die sich von Ort zu Ort unterscheiden. In Österreich arm zu sein ist etwas anderes als z.B. in Bulgarien, der Republik Moldau oder dem Kosovo, wo die staatlichen Sozialsysteme noch nicht so weit entwickelt sind, dass den besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen eine gewisse soziale Sicherheit gewährleistet werden kann.
Ortsunabhängig ist Armut eine Situation, der die Menschen entkommen wollen. 

In Bulgarien sind Kinder mit rund 33,9 % die Altersgruppe mit dem höchsten Risiko für Armut oder soziale Ausgrenzung, wie Eurostat-Daten zeigen.

Armut ist also ein Aufruf zum Handeln - ein Aufruf, die Welt zu verändern, damit alle genug zu essen haben, ein angemessenes Dach über dem Kopf, Zugang zu Bildung und Gesundheit, Mitspracherecht und Schutz vor Gewalt und Missbrauch.

CONCORDIA Sozialprojekte setzt sich seit 30 Jahren gegen Armut und soziale Ausgrenzung von betroffenen Kindern, Jugendlichen und Familien ein. Wir stehen stets auf der Seite notleidender Menschen, und wollen zu einer faireren Gesellschaft beitragen, in dem wir mithelfen, diskriminierende Praktiken und Normen aufzuzeigen.

Wir engagieren uns für Kinderschutz und Chancengleichheit. Wir kämpfen dafür, dass jedes Kind die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Ausgrenzung hat. Kein Kind darf zurückgelassen werden!

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