In der Republik Moldau trinken über 60 % der MoldauerInnen verunreinigtes Wasser, weil entweder Trinkwasserversorgungsnetze fehlen oder die Leitungen verschmutzt sind.

Zugang zu sauberem Trinkwasser (SDG 6)

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Sanitärversorgung, Hygiene und ausreichender Zugang zu sauberem Wasser für die Prävention und Eindämmung von Krankheiten sind: Hände waschen rettet Leben.

Die Verfügbarkeit und der Zugang zu Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WaSH) ist für die Bekämpfung des Virus von grundlegender Bedeutung. Daher ist die Auswirkung von COVID-19 unter schlechten Lebensbedingungen, wo die Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben, wesentlich höher. So in der Republik Moldau, wo über 60% der Bevölkerung am Land verunreinigtes Wasser trinken, weil entweder Trinkwasserversorgungsnetze fehlen oder die Leitungen schmutzig sind.


In den ruralen Gegenden der Republik Moldau versorgt häufig ein Brunnen das ganze Dorf, oft mit nicht sauberem Trinkwasser.

Erst 2017 wurde basierend auf Meinungen von ExpertInnen geschätzt, dass weltweit 26% der Todesfälle bei Kindern und 25% der Krankheiten bei Kindern unter fünf Jahren durch die Reduzierung von verschmutztem Wasser, den Ausbau von sanitären Einrichtungen und der Entgegenwirkung unzureichender Hygiene, verhindert werden könnten. Insbesondere Durchfallerkrankungen sind unter den Hauptverursachern der weltweiten Kindersterblichkeit (8% aller Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren weltweit laut WHO). WaSH Initiativen führen darüber zu einer verbesserten Ernährung, einer Verringerung der Müttersterblichkeit und, wenn in Schulen angewendet, zu einer erhöhten Anwesenheit von Mädchen. Investitionen in WaSH bieten also Vorteile, die über den Wasser- und Sanitärsektor hinausgehen. Natürlich profitieren ebenso sowohl die wirtschaftliche als auch ökologische Entwicklung eines Landes und damit die dort ansässigen Menschen von sauberem Wasser und dem gelernten Umgang damit.


Die mangelnde Infrastruktur macht den Winter in der Republik Moldau noch rauer als er ohnehin schon ist.

Mit einem von der Stadt Wien kofinanzierten WaSH-Projekt kämpft CONCORDIA Sozialprojekte gegen mangelnden Zugang zu sauberem Wasser in der Republik Moldau an: In mehreren sozialen Einrichtungen in ländlichen Gebieten der Republik Moldau fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. CONCORDIA will das ändern und nachhaltige Beiträge zur Einhaltung von WaSH Standards leisten. Insbesondere soll die Infrastruktur in Bezug auf WaSH Standards in den sozialen Einrichtungen von CONCORDIA Moldau verbessert und damit eine effiziente Verwendung von Wasser durch Aufbereitungsanlagen und durch den Einsatz von Filtern sichergestellt werden.

Mit diesem Projekt leistet CONCORDIA einen nachhaltigen Beitrag zu gesicherter Wasserversorgung sowie zum verbesserten Bewusstsein für Hygienemaßnahmen in verarmten, ländlichen Regionen in der Republik Moldau. Durch Trainings soll auch das Bewusstsein für die Wichtigkeit von effizienter Nutzung von Wasser und Reduktion von Verschmutzung geschaffen werden. Darüber hinaus beinhaltet die Schulung den Umgang mit Abwasser, der durch die Verwendung von wiederaufbereitetem Wasser für bestimmte Aktivitäten verbessert werden kann.

 

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