Das erste Mal Weihnachten mit seiner Familie erleben

Kiril ist acht Jahre alt, als er zu CONCORDIA kommt. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Vom Vater fehlt jede Spur. Das Neugeborene kam in staatliche Obhut.

Kiril hatte einen schweren Start ins Leben. Von Kinderheim zu Kinderheim geschoben, entwickelte er sich zu einem verstörten, in sich gekehrten Jungen. Im letzten Jahr schließlich kam er in eine von CONCORDIAS Wohngruppe. Mit viel Geduld haben die Mitarbeiterinnen Zugang zu ihm gefunden, er hat Vertrauen gefasst. Aber immer dringlicher fragte er nach seiner richtigen Familie.

Besser traf es Maia. Als ihre Mutter starb wurde sie bei uns in Obhut gegeben. Vor etwa zwei Jahren fanden wir für sie einen Platz in einer guten Pflegefamilie. Silvia und ihr Mann Ion hatten bereits ihre Adoptivtochter Ana. Maia lebte sich in der kleinen Familie gut ein. Nach kurzer Zeit stand fest, dass Silvia und Ion auch Maia adoptieren möchten. Doch noch bevor es dazu kam, erkrankte Ion an Krebs und starb im selben Jahr. Seine letzte Sorge galt seinen Mädchen. Silvia versprach ihm, sich gut um beide Töchter zu kümmern.

Als wir nach den Verwandten des kleinen Kiril suchten, fanden wir heraus, dass Kiril und Maia Geschwister sind. Erste Besuche fanden statt. Maia war anfangs gar nicht begeistert.

Sie und ihre neue Schwester Ana waren ein eingeschworenes Team und die beiden Teenager hatten wenig Interesse an dem kleinen Kiril. Unsere Sozialarbeiterin hat die Kinder begleitet und langsam nahmen die Mädchen den Buben an, der sich nichts sehnlicher wünschte, als bei seiner großen Schwester zu sein. Bald stand die Frage im Raum, ob Silvia noch ein Kind beherbergen kann.

Kirils Wunsch ging in Erfüllung: CONCORDIA hat in Silvias kleinem Haus ein paar Umbauarbeiten durchgeführt, um für den Jungen einen Schlafplatz zu schaffen. Fließend Wasser wurde ins Haus verlegt, damit sich niemand mehr im Freien am Brunnen waschen muss. Und ein neuer  Holzofen wurde angeschafft, damit das ganze Haus und auch die Zimmer der Kinder beheizt werden können.

Kiril hat seinen Platz gefunden. Endlich. Er wird zum ersten Mal Weihnachten mit seiner Familie erleben. Silvias großes Herz ist beeindruckend.

Es gibt sie: diese Menschen, die ihr Heim und ihr Herz öffnen für Kinder und Familien, die einsam und in Not sind. Menschen, die selbst nicht viel haben und auch so manchen Schicksalsschlag bewältigen mussten, und doch die Liebe und Stärke haben, anderen beizustehen – es gibt sie in unseren Projektländern und in Deutschland.

50 Euro helfen, den Einsatz von Sozialarbeiterinnen vor Ort bei Familien zu finanzieren.

120 Euro kostet das Brennholz für eine Familie, um über den nassen, kalten Winter zu kommen.

Jeder zusätzliche Euro hilft, kleine Wunder wahr werden zu lassen, und Menschen wie Siliva dabei zu unterstützen, Kindern ein Zuhause zu geben.

BGBGROROMDMDATATDEDE