Die verlassenen Kinder aus Moldau

Einsam vor einer ärmlichen Hütte sitzt ein kleiner Junge. Barbu ist sein Name, er ist zehn Jahre alt. Er sitzt auf dem Boden und spielt mit einem alten, gelben Spielzeugbus mit nur noch drei wackeligen Rädern. Barbur erzählt: „Mama und Papa sind arbeiten. Meine Schwester und Oma sind drinnen, aber Oma kann nicht aufstehen.“  Dann wendet er sich wieder seinem Auto zu.

Barbu denkt an den Bus, mit dem seine Eltern weggefahren sind. Traurig schaut er zur Straße. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Mama und Papa zu ihm und seiner kleinen Schwester zurückkommen.

Situationen wie diese sind in Moldau nichts Unübliches. Denn anders als in Deutschland werden Barbus Eltern nicht am Abend von der Arbeit nach Hause kommen und ihren Sohn nach dem Essen zu Bett bringen. Seine Eltern sind auf der Suche nach Arbeit ins Ausland gegangen. Die Kinder haben sie bei der kranken Großmutter zurückgelassen. Wie lange wird sie noch in der Lage sein, sich um die Kinder zu kümmern?
So wie Barbu geht es vielen Kindern in Moldau. Sie leben in bitterer Armut, leiden Hunger, sind alleingelassen und haben keine Zukunft.

Die Republik Moldau ist das ärmste Land Europas. Es gibt kaum Arbeit für die Eltern und keine Perspektiven für die Kinder. Deshalb hat fast ein Viertel der Bevölkerung Heimat und Familie verlassen. Im Ausland schlagen sie sich mit Hilfsarbeiten durch. Zurück bleiben die Kinder und die alten Menschen. Nur zwei Flugstunden entfernt von uns wachsen Kinder in bitterer Armut auf – hungernd und im Winter frierend – und ohne ihre Eltern.
Viele Kinder bleiben zurück bei ihren Großeltern, deren Rente häufig kaum für eine warme Mahlzeit oder Brennholz im Winter reicht. Viele von Ihnen bräuchten selbst Hilfe. Nicht selten bleiben die Kinder dann nach dem Tod der Großeltern ganz alleine zurück.

In den Suppenküchen von CONCORDIA werden Kinder und Großeltern mit warmen Mahlzeiten versorgt. Die Sozialarbeiterinnen von CONCORDIA besuchen die Zurückgebliebenen regelmäßig und geben Unter­stützung. Für den Winter wird Brennholz besorgt. In den Sozialzentren von CONCORDIA werden die Kinder mit Bildungsangeboten für eine bessere Zukunft versorgt.

CONCORDIA stärkt die Familien und gibt den Eltern Möglichkeiten, den Lebensunterhalt für ihre Familie zu verdienen, damit sie bei Ihren Kindern bleiben können. So hilft zum Beispiel ein Nutztierprogramm, die Lebenssituation der Familien nachhaltig zu verbessern.
CONCORDIA tut sein Möglichstes, die Kinder und alten Menschen zu unterstützen und die Familien zusammenzuhalten.

Mit einer Spende können Sie uns jederzeit unterstützen.

16 Euro versorgen ein Kind einen Monat lang mit einer warmen Mahlzeit täglich.
80 Euro helfen, Zugang zu medizinischer Versorgung für die Familien zu organisieren.
120 Euro kostet das Brennholz, um eine Familie über den kalten, nassen Winter zu wärmen.

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